Zur geplanten Streichung des Förderprogramms zum altersgerechten Bauen erklärt die hochfränkische Bundestagsabgeordnete Petra Ernstberger (SPD):
Im Zeitraum von 2009 bis 2011 wurden je 100 Mio. Euro für die Förderung von altersgerechtem Umbau von Wohnungen zur Verfügung gestellt. Nun will die Bundesregierung das entsprechende Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ab 2012 komplett streichen. Der Kabinettsbeschluss der schwarz-gelben Regierung sieht keine Mittel für neue Maßnahmen vor. „Diese Entscheidung ist angesichts der demografischen Herausforderungen mehr als kurzsichtig und wenig nachhaltig“, kritisiert die hochfränkische SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Ernstberger.
Bundesweit steige der Bedarf an seniorengerechten Wohnungen – jährlich um etwa 100.000. In Regionen, welche besonders stark vom demografischen Wandel betroffen sind, wachse der Bedarf am stärksten. Das bedeutet, dass gerade auch in Hochfranken viele Menschen noch aus dem Förderprogramm hätten profitieren können. „Die Mehrheit der älteren Menschen will so lange wie möglich in ihrer eigenen Wohnung bleiben, weil sie sich dort wohlfühlen, am besten zurechtkommen und dort ihre sozialen Kontakte haben“, ist die Abgeordnete überzeugt. Aufgabe der Politik sei es hierfür gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Die jetzige Regierung mache allerdings das genaue Gegenteil.

