FRIEDRICHS WINTERMÄRCHEN: DIE BEHAUPTUNG DES EX-INNENMINISTERS, STEPHAN WEIL WILL WEIHNACHTSMÄRKTE IN WINTERMÄRKTE UMBENENNEN IST FALSCH.
Hof/Hannover – Auf dem Dreikönigstreffen der CSU behauptete Ex-Innenminister Friedrich, der niedersächsische Ministerpräsident würde aus Rücksicht religiöser Befindlichkeiten für eine Umbenennung von Weihnachtsmärkte in Wintermärkte plädieren. Das hat sich nun als falsch erwiesen, wie der Hofer Landtagsabgeordnete Klaus Adelt herausfand.
„Das konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen“, dachte sich der SPD-Politiker als er heute die Frankenpost gelesen hatte. Adelt, der zu seiner Zeit als Bürgermeister in diversen kommunalpolitischen Verbänden landesweit aktiv war und in diesem Zuge Stephan Weil als Oberbürgermeister von Hannover und Bundesvorsitzendenden der SGK (Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik) kennengelernt hatte, erinnert sich an einen umsichtigen und besonnenen Mann.
Aus diesem Grund ließ Adelt sein Büro nachforschen, das prompt feststellte: „Friedrich ist wahrscheinlich auf irgendeine rechtspopulistische Finte hereingefallen“. Ein Anruf in der niedersächsischen SPD-Fraktion habe am anderen Ende der Leitung ungläubiges Staunen hervorgerufen. Kurze Zeit später erhielt der Hofer SPD-Mann ein Schreiben des Ministerpräsidenten an Friedrich in Kopie.
Darin gibt Weil seine Verwunderung zum Ausdruck, wie der Ex-Innenminister, den dieser eigentlich „als einen kundigen, umsichtigen und im Übrigen auch freundlichen Kollegen“ kenne, zu dieser Behauptung komme und forderte ihn auf, „dass der von Ihnen unbegreiflicherweise (…) erweckte Eindruck richtiggestellt wird.“
Adelt findet diese Posse peinlich: „Hans-Peter Friedrich ist ein kompetenter Politprofi. Ich verstehe nicht, wie er aufgrund schlampiger Recherchearbeit eine Behauptung in die Welt setzt, die nicht nur offensichtlich falsch ist, sondern darüber hinaus, das diesbezüglich ohnehin schon aufgeheizte politische Klima unnötigerweise anheizt. Damit hat sich Friedrich persönlich keinen Gefallen getan.“