Dors Feustel, Dieter Darkow, Stadträtin Andrea Hering, Stadtrat Reinhard Meringer, ATB-Geschäftsführer Peter Rüpplein Stadträte und Mitglieder der SPD Hof-Ost und Jägersruh besuchten das ATB
Hat sich das Hofer Automobiltechnikum Bayern inzwischen gemausert? Sieht das ATB einer sicheren Zukunft entgegen? Das wollten die Stadträte Andrea Hering und Reingard Meringer und Mitglieder der SPD-Hof Ost und Jägersruh bei ihrem Besuch erfahren.
Als das ATB 2013 gegründet wurde, war es ein Trostpflaster für die Hofer Region. Da das BMW-Werk nach Leipzig ging, sollte Hochfrankens Automobilzulieferer-Kompetenz gestärkt werden. Stadt und Landkreis Hof schufen gemeinsam ein neues Gewerbegebiet zwischen Haidt und Gattendorf, den Automobilzulieferpark „PolePosition“ mit 156 ha Produktionsfläche. Dessen Kern und Kristallisationspunkt sollte das Automobiltechnikum werden. Als Dienstleister für eine interdisziplinäre und firmenübergreifende Zusammenarbeit in Forschung, Entwicklung, Prototyping und der Vorserienproduktion der Automobilzulieferer vor Ort und in der Region.
Es kam anders als geplant, nur ein Automobilzulieferer siedelte sich vor Ort an und die interdisziplinäre und firmenübergreifende Zusammenarbeit der regionalen Unternehmen kam nicht zu Stande. Der Wettbewerb untereinander war zu groß und das Engagement der bayerischen Automobilhersteller, die korrigierend hätten eingreifen können, war und ist gering. Eine schwere Aufgabe für Geschäftsführer Peter Rüpplein, das Automobiltechnikum völlig neu und wettbewerbsfähig zu positionieren. Nämlich dort, wo wirklich Nachfrage im Markt besteht. So garantiert das ATB heute seinen Kunden strengste Geheimhaltung in abgeschlossenen Räumlichkeiten für deren Forschungs- und Entwicklungsarbeiten vor Ort. Als zertifiziertes Testzentrum für Umweltsimulation, Betriebsfestigkeitsprüfungen, Ein- und Ausstiegssimulation von Sitzen und für komplexe Messaufgaben am Prüfteil unter realen Bedingungen hat sich das ATB inzwischen europaweit etabliert. Die Tests und Erprobungen werden nach kundenspezifischen Prüfvorschriften und Anforderungen durchgeführt. Diese werden im Technikum Hof durch ein kompetentes Team auch konzeptionell betreut. Mit deren Expertise werden ergänzend Ingenieurdienstleistungen und Problemlösungen bis hin zu Konstruktionsanpassungen angeboten.
2009 hatte der Oberste Rechnungshof bemängelt, dass das Technikum trotz einer jahrelangen Anschubfinanzierung von insgesamt 10 Mio. Euro noch immer nicht profitabel arbeite. Inzwischen ist der Beschäftigungseinbruch aufgrund der weltweiten Finanzkrise überwunden. 2011 wurde erstmals ein positives Ergebnis erwirtschaftet, so dass der Landtag trotz der Kritik des ORH die Förderung bis 2014 verlängerte. Jetzt, 2014 wird erstmals ein Umsatz von 1 Mio. Euro erwartet und es müssen dringend weitere Techniker eingestellt werden, um die wachsende Nachfrage nach den technischen Dienstleitungen des ATB zu befriedigen.
Die Mitglieder der SPD Hof-Ost und Jägersruh mit ihren beiden Stadträte Andrea Hering und Reinhard Meringer gratulierten Peter Rüpplein zu dem gelungenen Turnaround. Sie wünschten ihm Glückauf bei der Erweiterung seines Personalstamms und seiner Prüfeinrichtungen und - vor allem - bei der schon 2012 angekündigten erneuten Überprüfung durch den bayerischen Rechnungshof.