
Kommunaldialog: Landtagsabgeordneter Klaus Adelt, stv. Landrat Alexander Eberl und der Kämmerer der Stadt Selbitz, Michael Munzert, informieren sich über die Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO).

Kommunaldialog: Landtagsabgeordneter Klaus Adelt, stv. Landrat Alexander Eberl und der Kämmerer der Stadt Selbitz, Michael Munzert, informieren sich über die Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO).
Vergangenen Freitag besuchte der Landtagsabgeordnete Klaus Adelt, der stellvertretende Landrat Alexander Eberl und der Kämmerer der Stadt Selbitz, Michael Munzert, den Hochbehälter "Bugspitze" bei Schlegel. Verbandsvorsitzender Dr. Heinz Köhler und Werkleiter Markus Rauh nutzten dabei die Gelegenheit die Besucher über Arbeit und Struktur der FWO zu informieren und die Bedeutung des kommunalen Zweckverbandes für die Trinkwasserversorgung in Oberfranken aufzuzeigen.
Die FWO besteht als kommunaler Zweckverband seit 1966 und hat vor allem die Aufgabe die sehr unterschiedliche Versorgungssicherheit mit Trinkwasser in Oberfranken aufzufangen. Das Versorgungsgebiet des Kommunalunternehmens umfasst acht Landkreise und mehrere kreisfreie Städte in Ober- und Unterfranken. Damit stellte sie mit jährlich 14 Millionen Kubikmeter etwa 20% des benötigten Trinkwassers in der Region sicher. Allein Stadt und Landkreise Hof wurde im vorherigen Jahr mit 920.000 Kubikmeter versorgt.
Auf die Herausforderung des Klimawandels für die Trinkwasserversorgung in Oberfranken, ging Herr Rauh ein. Die Probleme seien nicht akut, aber eine weitere Verknappung des Trinkwassers in bestimmten Regionen ist vor allem in niederschlagsarmen Jahreszeiten zu erwarten. Die Aufgabe der FWO bestehe in diesem Fall im Auffangen solcher Engpässe, wofür weiterhin ein leistungsfähiges Versorgungssystem zur Verfügung gestellt wird. Eine weitere Aufgabe sind regelmäßige Sanierungsarbeiten am Leitungsnetz. Um die anfallenden Kosten tragen zu können und gleichzeitig den Wasserpreis für den Endverbraucher nicht in die Höhe zu treiben, müssen bereits heute Rücklagen gebildet werden.
Alexander Eberl zeigte sich vertraut mit dem Thema der kommunalen Trinkwasserversorgung und brachte eigene Erfahrungen aus seiner Amtszeit als Bürgermeister ein: "Will man eine Kostensteigerung für die Bürgerinnen und Bürger vermeiden, führt kein Weg an einer engeren Zusammenarbeit der Kommunen vorbei. Nur so können wir das hohe Niveau an Versorgungssicherheit und Preisstabilität auch in Zukunft erhalten, ohne dass zu hohe Kosten für Sanierung und Instandhaltung auf die Bürger abgewälzt werden."
Beim Thema Kosten warnte Klaus Adelt vor einer Flucht zu vermeidlich günstigeren Privatanbietern. So bestehe die Gefahr, dass die Kosten auf längere Sicht keineswegs niedriger wären und die Kommunen außerdem die eigene Kompetenz in wasserwirtschaftlichen Fragen verlieren würden. Auch der Luxus eines Ansprechpartners vor Ort wäre bei privaten Versorgern wohl nicht gewährleistet. Besonders mit Blick auf die Verhandlungen zwischen Europäischer Union und USA über ein Freihandelsabkommen (TTIP) sieht er, trotz wiederholter Beteuerungen, die öffentliche Trinkwasserversorgung in Gefahr. „Solange die Verhandlungen weiterhin so intransparent sind, gibt es keinen Grund zur Entwarnung“.
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