Kritik von Europaministerin Müller an Griechenland fragwürdig

Veröffentlicht am 23.02.2010 in Wirtschaft

Die bayerische Europaministerin Emilia Müller hat nach Auffassung der stellvertretenden Vorsitzenden der Landesbank-Kontrollkommission, Inge Aures, keinen Grund, mit dem Finger auf das bankrotte Griechenland zu zeigen, wie sie das heute nach der Kabinettssitzung getan hat: „Die Ministerin saß ja als Mitglied im Verwaltungsrat der BayernLB als der Kauf der maroden Bank Hypo Group Alpe Adria abgewickelt und nachfinanziert wurde.

Bekanntlich hat dieser Fehlkauf zu einem Finanzdebakel in Höhe von 3,75 Milliarden Euro geführt. Wer selbst bei einem Desaster dieser Größenordnung die Hand im Spiel hatte, sollte sich bei Verurteilungen zurückhalten", stellt die Landesbank-Expertin fest. Darüber hinaus müsse selbstverständlich alles unternommen werden, die Defizitsünder unter den europäischen Staaten effektiver zu kontrollieren, um die Stabilität des Euro nicht zu gefährden, so Aures.

 

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