"Hof – Nürnberg in 70 Minuten" - Austausch und Gespräche vor Ort

Veröffentlicht am 07.02.2012 in Verkehr

Hof - Stadtentwicklung und Städtebauförderung standen im Mittelpunkt eines Rundgangs durch die Hofer Innenstadt zu dem Hofs Oberbürgermeisterkandidatin Eva Döhla (SPD) die Marktredwitzer Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder kürzlich eingeladen hatte.

Gemeinsam mit dem SPD-Kreisvorsitzenden Jörg Mielentz und Vertretern der SPD-Stadtratsfraktion startete die Tour bei eisigen Temperaturen vor dem ehemaligen E-Center. Diese „hässliche Bausünde“ sei, so Döhla, „der schlimmste Leerstand in unserer Innenstadt, der endlich einem neuen Nutzungskonzept weichen müsse. Dieses könnte Bildungs- oder Mehrgenerationenangebote, Büro und Wohnungen sowie Einkaufsmöglichkeiten miteinander kombinieren und das gesamte Areal wieder beleben." Wer aber allzu schnelle Lösungen in Aussicht stelle, handle angesichts der eigentumsverhältnisse unseriös. Dennoch müsse bereits jetzt über neue Konzepte nachgedacht werden.

Vom E-Center ging es dann mit dem Stadtbus zum Hauptbahnhof. Dort besichtigten die beiden Kommunalpolitikerinnen das entlang der Bahnhofstraße brachliegende Gelände. Obwohl gerade der Hauptbahnhof ein „wichtiges Aushängeschild der Stadt“ sei, ließe die Bahn „historische Bausubstanz verfallen“ kritisierte sie. „Das beginnt bei dem Lokschuppen und setzt sich fort bis hin zum leer stehenden Hauptgebäude“. Insbesondere nach dem faktischen Ende des erfolgreichen Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt“, sei im Bahnhofsviertel das Engagement der Kommune gefragt. Die Marktredwitzer Oberbürgermeisterin pflichtete ihr bei.

Angesichts „der kommunalfeindlichen Politik von Schwarz-Gelb“, der man das Auslaufen des Programms zu verdanken habe, sei „die Stadt selbst gefragt“. Auch anderweitige Fördermöglichkeiten gebe es genügend, ergänzte Dr. Seelbinder. Man müsse sie als „Stadtoberhaupt nur engagiert angehen.“

Mit Blick auf den Bahnhof war für die Beteiligten des Rundgangs jedoch nicht nur der Städtebau, sondern auch die Verkehrspolitik von besonderem Interesse. Die Beteiligten waren sich dabei einig, dass der Verkehr weiterhin verstärkt weg von der Straße und auf die Schienen gebracht werden müsse. „Statt um Gigaliner sollte sich Herr Ramsauer um die weitere Elektrifizierung der Bahntrassen kümmern“ kritisierte diesbezüglich die Marktredwitzer Oberbürgermeisterin. Eva Döhla sagte zu, dass in ihrer Amtszeit auch die Verkehrspolitik im Fokus stehen werde, insbesondere die Elektrifizierung der Bahnstrecke nach Nürnberg: „Hof – Nürnberg in 70 Minuten“ sei ein wichtiges Infrastrukturziel, vor allem für den Wirtschaftsstandort Hof, so die 39-jährige OB-Kandidatin.

Der Rundgang fand schließlich in der Hofer Altstadt vor der Marienkirche seinen Abschluss. Bei einem heißen Kaffee resümierten Döhla und Seelbinder mit den anderen Teilnehmern die gesammelten Eindrücke der Tour und kamen dabei überein, dass in Zukunft beide Kommunen, Hof und Marktredwitz, hinsichtlich Städtebauförderung und Schienenverkehr besser miteinander zusammenarbeiten sollten.

 

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